Was kostet ein Lagerverwaltungssystem?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Die nützlichere Antwort: Es kommt auf fünf Positionen an, und auf die Frage, was Ihr Lager heute schon kostet, ohne dass es auf einer Rechnung steht.
Auf dieser Seite finden Sie keine Preisliste. Sie finden die Kostenpositionen, die Sie bei jedem Anbieter für ein Lagerverwaltungssystem abfragen sollten, vier typische Preisfallen und einen Blick auf die Kosten, die Sie heute schon tragen. Die Seite ist für Geschäftsführer und kaufmännische Leiter, die ein Budget planen oder Angebote vergleichen.
Was das Papierlager heute schon kostet
„Ist das eine 1 oder eine 7?“ Jede handschriftliche Pickliste endet gleich. Ein Zettel kommt aus dem Lager zurück, jemand im Büro kneift die Augen zusammen, entscheidet sich für eine Zahl und tippt sie ein. Wenn es die falsche war, merkt das niemand. Bis zur nächsten Inventur.
Das sind die Kosten, die auf keiner Rechnung stehen:
Suchzeit. Mitarbeiter laufen zum falschen Platz, suchen Ware, die laut Liste da sein müsste, und fragen den Kollegen, der es weiß. Jeden Tag, ungemessen.
Doppelte Erfassung. Sie bezahlen einmal dafür, dass die Arbeit gemacht wird, und noch einmal dafür, dass sie im Büro eingetragen wird. Das Abtippen im Büro ist die teuerste Art, Lagerdaten zu erfassen.
Fehler beim Kunden. Ein falscher Artikel im Paket kostet Rückversand, Neuversand, Arbeitszeit und oft eine schlechte Bewertung. Ein Rechenbeispiel: Wer 200 Aufträge am Tag verschickt und bei 2 % davon danebengreift, verschickt jeden Tag vier falsche Pakete. (Beispielwerte zur Veranschaulichung, keine Branchenkennzahl.)
Stornierte Aufträge. Wer auf Amazon.de, Otto oder Kaufland verkauft, was nicht mehr da ist, verliert den Umsatz und die Bewertung zugleich.
Zu viel Sicherheitsbestand. Wer seinen Zahlen nicht traut, legt einen Puffer drauf. Dieser Sicherheitsbestand bindet Kapital und Platz.
Wie hoch diese Kosten bei Ihnen sind, rechnen Sie mit dem ROI-Rechner aus, mit Ihren eigenen Zahlen.
Lagerverwaltungssystem Kosten: die fünf Kostenpositionen
1. Abonnement oder Lizenz. Cloud-Anbieter berechnen meist einen monatlichen Betrag, je nach Nutzern, Standorten oder Umfang. Bei einer gekauften Lizenz zahlen Sie einmalig und danach jedes Jahr eine Wartungsgebühr, dazu Server und Updates.
2. Einführung. Wird das System auf Ihre Abläufe eingestellt, dauert das Wochen. Wird für Sie programmiert, eher Quartale. Fragen Sie, was Einstellung und was Programmierung ist. Mehr zur Einführung.
3. Hardware. Scanner oder MDE-Geräte, Etikettendrucker, gegebenenfalls ein besseres WLAN im Lager. Planen Sie auch den Ersatz ein; Geräte im Lager haben ein hartes Leben.
4. Schnittstellen. Fertige Anbindungen an Ihr ERP, Ihren Shop und Ihre Marktplätze kosten weniger als eigene Entwicklungen. Aber auch fertige Schnittstellen brauchen Pflege, wenn sich auf der anderen Seite etwas ändert. Mehr zur ERP Anbindung und zur Marktplatz Anbindung.
5. Betreuung und Änderungen nach dem Start. Ihr Lager ändert sich: neue Kanäle, neue Artikel, neue Kunden mit eigenen Wünschen. Ist eine Änderung eine Einstellung, die Ihr Team selbst macht, oder ein Beratungsprojekt mit Angebot?
Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.
Vergleichen Sie die Summe über fünf Jahre, nicht den Einstiegspreis. Mehr zum Vergleich unter Lagerverwaltungssoftware Anbieter vergleichen.
Vier Preisfallen
Preis je benanntem Nutzer. Bezahlt wird für jede Person, die sich anmelden könnte, nicht für die, die gleichzeitig arbeiten. Im Schichtbetrieb oder mit Aushilfen in der Hochsaison wird das schnell teuer.
Preis je Auftrag oder Transaktion. Klingt fair, bis zur Hochsaison. Dann steigen die Kosten genau dann, wenn Sie ohnehin am meisten zu tun haben. Wachstum wird bestraft.
Gebühr je Schnittstelle. Jeder neue Kanal kostet dauerhaft eine monatliche Gebühr. Das macht es teuer, einen Marktplatz auszuprobieren.
Offene Einführungsprojekte. Jede Änderung nach dem Start ist ein neues Angebot. Sie werden abhängig vom Anbieter, und jede Verbesserung wird zur Budgetfrage.
Lagerverwaltungssystem Kosten in Handel, Großhandel und Produktion: was die Größe ausmacht
Ein Standort, wenige Schnittstellen. Ein standardisiertes Lagerverwaltungssystem aus der Cloud ist in Wochen eingeführt. Die Kosten sind überschaubar und gut planbar.
Mehrere Standorte, mehrere Kanäle. Hier bestimmen die Regeln den Preis: Welches Lager liefert, wie wird zugeteilt, welche Kanäle hängen dran.
Mehrere Gesellschaften, EDI, Zoll. Mehr Umfang, mehr Abstimmung. Hier rechnet sich ein System vor allem über vermiedene Fehler und Nachvollziehbarkeit.
Bei BizBloqs gibt es dafür drei Ausbaustufen, KMU, KMU+ und Enterprise; KMU ist ein festes Abonnement für einen Standort. Mehr unter Lagerverwaltung Mittelstand.
So bereiten Sie ein Angebot vor
- Wie viele Aufträge verschicken Sie an einem normalen Tag und an einem Spitzentag?
- Wie viele Mitarbeiter arbeiten gleichzeitig im Lager?
- Welche Systeme müssen angebunden werden?
- Wie viele Standorte gibt es, heute und in drei Jahren?
- Welche Besonderheiten haben Ihre Artikel: Chargen, MHD, Seriennummern, Sperrgut?
Mit diesen Antworten bekommen Sie vergleichbare Angebote. Für die interne Abstimmung hilft das Business-Case-Deck.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager
Wie viele Stunden pro Woche verbringt jemand in Ihrem Büro damit, Zettel aus dem Lager abzutippen?
Wie viel Sicherheitsbestand halten Sie nur, weil Sie Ihren Zahlen nicht trauen?
- Was kostet ein Lagerverwaltungssystem?
- Das hängt von Standorten, Nutzern, Schnittstellen und Modulen ab. Rechnen Sie mit fünf Positionen: Abonnement oder Lizenz, Einführung, Hardware, Schnittstellen und Betreuung nach dem Start. Vergleichen Sie die Summe über fünf Jahre, nicht den Einstiegspreis.
- Warum veröffentlicht BizBloqs keine Preise?
- Weil der Preis vom Umfang abhängt: ein Standort oder mehrere, ein Kanal oder viele, Standardschnittstelle oder eigene Anbindung. Sie bekommen ein Angebot, nachdem wir Ihre Abläufe kennen.
- Ist Cloud günstiger als eine gekaufte Lizenz?
- Nicht automatisch. Bei einer gekauften Lizenz kommen jährliche Wartung, Server und Updates dazu. Rechnen Sie beide Modelle über fünf Jahre durch.
- Was kostet es, nichts zu ändern?
- Mehr, als man denkt: Suchzeiten, doppelte Erfassung, Kommissionierfehler, stornierte Aufträge und zu viel Sicherheitsbestand. Mit dem ROI-Rechner können Sie das mit Ihren eigenen Zahlen beziffern.
- Was kostet Lagerverwaltungssoftware aus der Cloud?
- Meist ein monatlicher Betrag je nach Nutzern, Standorten und Umfang; dazu Einführung, Hardware und Schnittstellen.