amortisationsrechnung für ein lagerverwaltungssystem: kosten, investition und return on investment

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 09:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 29. August 2026

Die meisten Investitionsanträge für ein Lager scheitern aus demselben Grund: Sie beginnen mit dem Preis der Software. Damit dreht sich das Gespräch um die eine Zahl, die niemand verteidigen will, und die zwei Zahlen, die wirklich entscheiden, fallen unter den Tisch. Es gibt drei Zahlen, und sie sind nicht austauschbar.

Kosten, Investition und AmortisationAmortisationsrechnung für ein Lagerverwaltungssystem: heutige Kosten im Lager, einmalige Investition und Amortisation in Monaten mit der Formel Investition geteilt durch monatlich wegfallende KostenKosten (heute, laufend)Investition(einmal, geplant)AmortisationFalschlieferungenSuchzeitÜberstunden und AushilfenAbschreibungenÜberverkaufAbonnementEinführungHardwareinterne ZeitAmortisation (Monate) = Investition ÷ monatlich wegfallende Kosten1. Leck beziffern2. Änderung bemessen3. teilen

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Kosten, Investition und Amortisation

1. Kosten: was der heutige Ablauf schon ausgibt

Kosten sind das, was heute passiert, ob Sie etwas genehmigen oder nicht. Sie stecken schon in den Löhnen, in den Gutschriften und in den Frachtrechnungen, und genau deshalb sieht sie niemand. Niemand zeichnet sie einmal im Jahr ab. Sie laufen jede Woche ein Stück weiter aus.

  • Falsche Picks: die Gutschrift, die Ersatzlieferung, die Rückfracht und obendrauf die Arbeit im Kundenservice. Mehr zum Thema Kommissionierfehler lesen Sie im eigenen Beitrag.
  • Suchzeit: die Minuten pro Auftrag, in denen jemand Ware sucht, die laut System woanders liegt.
  • Überstunden und Aushilfen: die zusätzlichen Saisonkräfte, die die Spitze braucht, weil die Leistung pro Person niedrig ist, nicht weil die Menge so hoch ist.
  • Abschreibungen: was die Jahresinventur ans Licht bringt und die Buchhaltung still schluckt. Dazu kommt Bestand, der nur deshalb da ist, weil niemand den Zahlen traut; das ist Kapitalbindung.
  • Überverkauf: Marge, die auf Kanälen wie Amazon.de, Otto oder Kaufland verloren geht, weil Bestand zugesagt wurde, den es nicht gab.

Die erste Frage ist bewusst grob: vierstellig oder sechsstellig? Kosten diese Posten Sie im Jahr einen vierstelligen oder einen sechsstelligen Betrag? Dafür braucht niemand eine genaue Zahl, und die Antwort allein entscheidet meist, ob sich eine Stunde Arbeit an der Kosten-Nutzen-Analyse lohnt. Ist die ehrliche Antwort vierstellig, hören Sie auf: Der heutige Ablauf ist in Ordnung. Das ist selten der Fall.

2. Investition: was die Änderung einmal kostet

Die Investition ist die bewusste, begrenzte Ausgabe, die das Leck stopft. Sie besteht nicht nur aus der Lizenz. Wer so tut, als wäre es so, erlebt, dass der Antrag nach der Genehmigung wieder aufgemacht wird.

  • Abonnement für die Plattform selbst.
  • Einführung: Konfiguration der Abläufe, ERP Anbindung, Anbindung von Onlineshop, Marktplätzen und Versanddienstleistern wie DHL oder DPD (die Marktplatz Anbindung inklusive), Datenbereinigung und Tests.
  • Hardware: Scanner beziehungsweise MDE-Geräte, WLAN-Zugangspunkte, Etikettendrucker.
  • Interne Zeit: die Key User, die den Ablauf mitgestalten und testen. Diese Kosten werden am häufigsten vergessen und am deutlichsten gespürt.

Für die Finanzleitung zählt vor allem ein Unterschied: Die Investition ist geplant und endlich. Die Kosten sind ungeplant und dauerhaft. Ein konfigurierbares Lagerverwaltungssystem hält die Investition kleiner, weil die Arbeit in der Gestaltung der Abläufe liegt und nicht im Bau von Software: Wochen statt Quartale, und keine Entwicklungsrechnung, wenn sich der Ablauf im nächsten Jahr ändert. Die vollständige Aufstellung über die gesamte Laufzeit finden Sie im Beitrag zur Total Cost of Ownership; zum Preismodell lesen Sie mehr auf der Seite Lagerverwaltungssystem Kosten.

3. Return on Investment: was zurückkommt, und wann

Der Return on Investment ist die Brücke zwischen den beiden ersten Zahlen. Er ist keine Prozentzahl, die man zitiert, sondern eine Amortisation in Monaten, die man verteidigen kann. Die Amortisationsrechnung dafür ist einfach:

Amortisation (Monate) = Investition ÷ monatlich wegfallende Kosten

Der größte Hebel ist meist ein einziger Wechsel: von der Kommissionierung nach Papierliste zu Abläufen, bei denen jeder Schritt gescannt wird. Die meisten Einsparungen aus der Liste oben folgen aus genau dieser Änderung.

Machen Sie mit dem Ergebnis eine Plausibilitätsprüfung. Kommt Ihre Wirtschaftlichkeitsberechnung auf drei Wochen, stimmen die Eingaben nicht. Kommt sie auf vier Jahre, ist entweder das Leck klein oder der Umfang zu groß.

Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen in den ROI-Rechner ein. Er arbeitet mit den Mengen und Fehlerquoten, die Sie schon kennen, nicht mit den Annahmen eines Anbieters. Die Folien, mit denen Sie die Zahl vor der Geschäftsführung vertreten, erstellt das Business-Case-Deck, und jede Zahl ist darin als Ihre eigene oder als Annahme gekennzeichnet.

Warum die Reihenfolge entscheidet

Beginnen Sie mit den Kosten, geht es um Ihren Betrieb. Beginnen Sie mit der Investition, geht es um eine Preisliste. Das Erste ist ein unternehmerisches Gespräch, das Zweite eine Einkaufsverhandlung. Einkaufsverhandlungen gewinnt, wer am billigsten ist, nicht wer das Problem löst.

Die Reihenfolge lautet also: Leck beziffern, Änderung bemessen, teilen. Drei Zahlen, in dieser Reihenfolge.

Der Investitionsantrag auf einer Seite

So sieht eine Seite aus, die Sie in die Geschäftsführung mitnehmen können:

ZeileInhalt
AusgangslageAufträge pro Monat, Positionen pro Auftrag, gemessene Fehlerquote, Stunden pro Schicht, Aushilfen in der Spitze, jährliche Abschreibungen
Heutige Kostendie fünf Posten von oben, aufs Jahr gerechnet; eine Zahl
InvestitionAbonnement, Einführung, Hardware, interne Zeit; eine Zahl, getrennt nach einmaligen und laufenden Kosten
Amortisationin Monaten, mit der Annahme, aus der sie entsteht, in einer Zeile
Risikowas mit jedem Kostenposten passiert, wenn die Menge zum Beispiel um 30 % wächst und sich sonst nichts ändert

Die letzte Zeile entscheidet. Jeder Kostenposten auf der Liste wächst mit der Menge. Deshalb meldet sich das Problem im Wachstum, und deshalb wird es teurer, die Entscheidung aufzuschieben, nicht billiger. Gerade für KMU in der Wachstumsphase ist diese Zeile oft das stärkste Argument.

Wo BizBloqs passt

BizBloqs steuert Lager und Aufträge als konfigurierbaren Service neben dem ERP, das Sie schon haben. So bleibt die Investition klein, und der Nutzen zeigt sich in Wochen. Wenn Sie zuerst den Unterschied zwischen beiden Systemen verstehen möchten, lesen Sie den Vergleich Lagerverwaltungssystem oder Lagermodul im ERP oder den Beitrag zum ERP Mittelstand. Was sich im Lager konkret ändert, lesen Sie unter Lagerverwaltungssystem Vorteile.

Zwei Fragen zu Ihrer eigenen Amortisationsrechnung

  • Sind die heutigen Kosten aus Fehlern, Suchzeit und Aushilfen in Ihrem Lager vierstellig oder sechsstellig im Jahr?
  • Welcher der fünf Kostenposten wächst bei Ihnen am schnellsten mit, wenn die Auftragsmenge steigt?

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Amortisationsrechnung?

Die Amortisationsrechnung zeigt, nach wie vielen Monaten eine Investition durch die eingesparten Kosten wieder hereingeholt ist. Für ein Lager lautet die Formel: Amortisation in Monaten = Investition ÷ monatlich wegfallende Kosten.

Was ist Return on Investment?

Return on Investment beschreibt, was eine Investition zurückbringt. Für einen Investitionsantrag im Lager ist eine Prozentzahl wenig hilfreich. Überzeugender ist die Zahl der Monate, nach denen die Investition durch weggefallene Kosten bezahlt ist.

Was gehört in die Investition für ein Lagerverwaltungssystem?

Abonnement, Einführung (Konfiguration der Abläufe, Anbindungen an ERP, Onlineshop, Marktplätze und Versanddienstleister, Datenbereinigung, Tests), Hardware wie Scanner, WLAN-Zugangspunkte und Etikettendrucker sowie die interne Zeit der Key User.

Wann lohnt sich die Wirtschaftlichkeitsberechnung überhaupt?

Fragen Sie zuerst grob: Kosten die heutigen Fehler und Umwege im Jahr einen vierstelligen oder einen sechsstelligen Betrag? Ist es ehrlich nur vierstellig, ist der heutige Ablauf in Ordnung. Das ist selten der Fall.

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