Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 3. September 2025
Die meisten Lager haben nicht zu wenig Lagerfläche, sondern zu wenig Ordnung. Paletten landen auf dem nächsten freien Platz, Schnelldreher stehen ganz oben, und Langsamdreher belegen die besten Pickplätze, nur weil sie dort vor Monaten abgestellt wurden. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie mit einem Lagerverwaltungssystem und klaren Regeln Platz freimachen, den Sie bereits bezahlen.
Lagerfläche messbar machen
Alles beginnt mit einer vollständigen digitalen Karte des Lagers. Jeder Gang, jedes Regalfeld, jede Ebene und jedes Fach bekommt seine Maße, seine Traglast und seine Besonderheiten, zum Beispiel „nur für Gefahrgut“ oder „nur Kühlware“.
Damit sieht das System in Echtzeit, welche Plätze belegt und welche reserviert sind. Jede Einlagerung, jeder Nachschub und jeder Pick folgt dann Daten statt Bauchgefühl. Das gilt für feste Lagerplätze genauso wie für die Chaotische Lagerhaltung, bei der jeder Artikel dort liegt, wo gerade Platz ist.
Wer wissen will, wie er die Lagerfläche berechnet, rechnet deshalb nicht mit den Quadratmetern der Halle, sondern mit diesen Plätzen und ihrem Volumen. Gänge, Wareneingang und Bereitstellung gehören nicht zur nutzbaren Lagerfläche.
Die richtige Einheit für jeden Artikel
Wenn jeder Artikel mit genauen Maßen, Stapelgrenzen und Umrechnungen hinterlegt ist (Stück, Karton, Lage, Palette), schlägt das System automatisch den passenden Lagerplatz vor. Es legt Teilmengen auf einem Platz zusammen und verhindert, dass derselbe Artikel ohne Grund über mehrere Pickplätze verteilt wird.
Allein die richtigen Einheiten machen Platz frei, ohne dass Sie ein einziges Regal umbauen.
Slotting nach Umschlag, nicht nach Gewohnheit
Schnelldreher gehören in die Golden Zone: in Greifhöhe, mit kurzen Wegen. Entscheidend ist dabei, wie oft ein Artikel in Auftragszeilen vorkommt, nicht wie viel davon eingekauft wird. Das nennt man Slotting.
Ein gutes Lagerlayout berücksichtigt außerdem saisonale Verschiebungen und legt zusammengehörige Artikel nebeneinander, etwa Teile eines Sets oder Ersatzartikel. BizBloqs bringt dafür eine Slotting-Analyse mit (Lagerplatzoptimierung nach Umschlag) und hält die Plätze mit automatischen Slotting-Regeln laufend an der tatsächlichen Nachfrage. Wenn Sie zuerst wissen wollen, welche Artikel Ihre Schnelldreher sind, hilft eine ABC Analyse.
Schon wenn Sie bei den am häufigsten gegriffenen Artikeln anfangen, sinkt das Gedränge in den Gängen sofort.
Einlagerungsstrategie und Nachschubsteuerung mit Regeln
Bei der gelenkten Einlagerung sagt das System dem Mitarbeiter, wohin ein Artikel kommt: auf den Platz, der nach Größe, Verträglichkeit und Nähe zum Pickplatz am besten passt. Die Einlagerungsstrategie liegt dann nicht mehr im Kopf jedes einzelnen Staplerfahrers.
Bewährt hat sich die Trennung in eine Zugriffszone mit Pickplätzen und eine Reservezone mit Vorratsplätzen. Die Nachschubsteuerung füllt die Pickplätze auf, sobald ein Mindestbestand unterschritten wird. So bleibt die Nutzung der Lagerfläche gleichmäßig, egal wer gerade Schicht hat.
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Den ganzen Würfel nutzen
Ein Lager ist keine Fläche, sondern ein Würfel. Wer die Lagerfläche optimal nutzen will, denkt in drei Dimensionen:
- Langsamdreher kommen nach oben.
- Durchlauf- oder Einfahrkanäle sind für echte Großmengen-Artikel da.
- Für sperrige und unregelmäßige Ware gibt es klar gekennzeichnete Sonderplätze.
So steigt die Auslastung, ohne dass Sie an der Halle etwas ändern.
Weniger Fläche für Prozesse verbrauchen
Viel Platz geht nicht an die Lagerung verloren, sondern an Zwischenstationen:
- Cross-Docking: Ware, die sofort wieder hinausgeht, muss nicht erst eingelagert werden. Regeln für Cross-Docking leiten sie direkt vom Wareneingang zum Versand.
- Kleinere Freigaben: Statt großer Wellen werden laufend kleine Auftragspakete freigegeben. So staut sich weniger in der Bereitstellung. Wo Wellen sinnvoll sind, unterstützt BizBloqs die Wellenkommissionierung.
- Zeitfenster und geteilte Bereitstellspuren halten die Flächen am Tor kompakt.
- Ein eigener Klärplatz für Retouren: Rücksendungen werden sofort geprüft und eingeordnet. So wird der Sperrbereich nicht zum dauerhaften Überlauflager.
Sicherheitsbestände senken, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden
Ein hoher Sicherheitsbestand ist oft ein Zeichen dafür, dass niemand dem Bestand traut. Wenn der Bestand in Echtzeit stimmt, regelmäßig gezählt wird (das nennt man zyklische Inventur) und die Nachfrage verlässlich bekannt ist, können Sie Puffer abbauen, ohne Fehlmengen zu riskieren.
Legen Sie den Puffer pro Artikel fest statt mit einem pauschalen Aufschlag für alle. Und wer mehrere Standorte hat und deren Bestände sieht, kann nahe gelegene Ware als zusätzliche Reserve nutzen. Schon wenig Bestand weniger macht spürbar Platz frei.
Messen, was zählt
Die richtigen Lagerkennzahlen verändern das tägliche Verhalten. Gute Frühindikatoren sind:
- Auslastung je Zone und Höhe (der Raumnutzungsgrad)
- Anteil der Artikel, die in der richtigen Slotting-Klasse stehen
- Laufweg in Metern je Auftragszeile
- Verweildauer in der Bereitstellung
- Anzahl der Notfall-Nachschübe
Besprechen Sie die Zahlen einmal pro Woche, verteilen Sie kleine Umlagerungsaufgaben und würdigen Sie sichtbare Platzgewinne. So entsteht eine Kultur der ständigen Verbesserung.
Auf die Mitarbeiter kommt es an
Technik wirkt nur, wenn sie genutzt wird. Für die Mitarbeiter muss das System einfacher sein als die alte Gewohnheit. Klare Anweisungen auf dem MDE-Gerät, einfache Wege für Ausnahmen und kurze Schulungen zu jeweils einer Regel schaffen Vertrauen.
Lagerhaltung optimieren: was Sie erwarten können
Wer seine Lagerhaltung optimieren will und diese Regeln umsetzt, bekommt eine bessere Auslastung der Lagerfläche, kürzere Pickwege, weniger Umlagerungen und eine schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter, weil die Regeln einheitlich sind. Wann die vorhandene Lagerkapazität wirklich am Ende ist, bestimmt am Ende das Gebäude: Deckenhöhe, Stützenraster und die Fläche für den Wareneingang. Bis dahin ist meist mehr Platz da, als es scheint.
So hilft BizBloqs
BizBloqs ist ein Lagerverwaltungssystem für die Lagerverwaltung im Mittelstand und wächst mit Ihnen:
- KMU: schnelle Erfolge mit gelenkter Einlagerung und Slotting.
- KMU+: umschlagbasierte Regeln, auf Sie zugeschnittener Nachschub und mehrere Lager.
- Enterprise: Steuerung mehrerer Standorte und Anbindung von Automatisierung wie Fördertechnik.
Zwei Fragen zu Ihrer eigenen Lagerfläche
- Wie viele Ihrer zehn meistgegriffenen Artikel stehen heute in Greifhöhe, nahe am Packplatz?
- Wie viele Paletten stehen gerade in Bereitstellung oder Sperrbereich, die eigentlich längst eingelagert oder versendet sein sollten?
Was Sie lange Wege und Umlagerungen heute kosten, können Sie mit dem ROI-Rechner abschätzen.
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