personalmangel im lager: schneller einarbeiten, mehr schaffen

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 1. Oktober 2025

Lager finden kaum Leute und halten sie schwer. Zu Saisonspitzen wird es noch enger, und neue Mitarbeiter brauchen oft Wochen, bis sie selbstständig arbeiten. Gleichzeitig erwarten Kunden schnelle Lieferung. Dieser Beitrag zeigt, wie ein geführter Arbeitsablauf den Personalmangel abfedert: kürzere Einarbeitung, einheitliche Abläufe, weniger Fluktuation und mehr Leistung pro Kopf.

Personalmangel in Lager und Kommissionierung: wo es wirklich klemmt

Der Fachkräftemangel Logistik trifft das Lager doppelt. Erstens fehlen Bewerber. Zweitens kostet jeder Neue viel Zeit, bevor er wirklich mitarbeitet. Wer nur auf mehr Personal setzt, läuft dem Arbeitskräftemangel hinterher.

Ein modernes Lagerverwaltungssystem setzt woanders an: Es steckt das Wissen in den Arbeitsablauf selbst. Der Mitarbeiter muss weniger wissen, weil das System ihm sagt, was als Nächstes kommt. So hängt der Betrieb weniger an den wenigen erfahrenen Leuten.

Einarbeitung in Tagen statt Wochen

Klassisch läuft ein neuer Lagerhelfer tagelang hinter einem erfahrenen Kollegen her. Das bindet zwei Personen, und der Neue bleibt trotzdem unsicher.

Mit einem Lagerverwaltungssystem führt das MDE-Gerät durch jeden Schritt. Der Kommissionierer sieht Gang, Fach und Menge direkt auf dem Display. Jede Entnahme bestätigt er mit einem Scan. So lernt er bei der Arbeit, nicht daneben.

Jeder Handgriff bleibt einfach und wiederholbar:

  • Gang, Fach und Menge stehen direkt auf dem Bildschirm
  • Ein Scan bestätigt jeden Schritt, bevor es weitergeht
  • Fehler werden sofort gemeldet und gleich korrigiert
  • Die Aufgaben laufen in jeder Schicht gleich ab, egal wer arbeitet

So werden neue Mitarbeiter innerhalb von Tagen sicher und produktiv, nicht erst nach Wochen.

Einheitliche Abläufe statt Schichtwissen

Wenn jede Schicht oder jeder Vorarbeiter es etwas anders macht, entsteht Verwirrung. Unterschiedliche Anweisungen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen und zu Fehlern, die vermeidbar wären.

Das System gibt einen Ablauf vor, für alle gleich. Ob jemand kommissioniert, einlagert oder zählt: Das System führt ihn auf dieselbe Weise, ohne Spielraum für Auslegung. Es gibt also nur noch eine Version des Prozesses.

Damit verliert das ungeschriebene Wissen an Gewicht, also die Abkürzungen, die nur alte Hasen kennen. Neue Mitarbeiter müssen nicht monatelang zuschauen, um zu lernen, wie es „wirklich“ läuft. Sie folgen denselben Anweisungen auf dem Scanner wie alle anderen. Das senkt Anfängerfehler, stärkt das Vertrauen im Team und hält den Betrieb stabil, egal wer gerade Dienst hat.

Mehrsprachige und wechselnde Teams

Im Lager arbeiten Menschen mit vielen Muttersprachen, dazu Aushilfen, Zeitarbeit und Saisonkräfte. Bei BizBloqs gibt es die Scanner-Bildschirme in sechs Sprachen, sodass jeder die Anweisungen in einer Sprache liest, die er versteht. Ein Lagerverwaltungssystem kann außerdem mit kurzen Hinweisen arbeiten und Text durch Symbole ersetzen. So finden sich auch Kurzzeitkräfte schnell zurecht, und Sie können das Team in Spitzenzeiten aufstocken, ohne lange zu schulen.

Typische Möglichkeiten eines solchen Systems:

  • Anweisungen in der Sprache, die der Mitarbeiter am besten versteht
  • Klare Symbole statt langer Texte
  • Schritt-für-Schritt-Hinweise, die keine Fragen offenlassen
  • Aushilfen und Saisonkräfte in Stunden statt Tagen einarbeiten

So reagieren Sie auf Personalengpässe, ohne an Genauigkeit und Tempo zu verlieren.

Einarbeitung durch Mitlaufen und mit geführtem ScannerPersonalmangel im Lager: Einarbeitung neuer Mitarbeiter in der Kommissionierung durch Mitlaufen über Wochen im Vergleich zur geführten Einarbeitung mit MDE-Gerät in wenigen TagenEinarbeitung durch MitlaufenselbstständigEinarbeitung mit geführtem ScannerGangFachMengeselbstständigPersonalbedarf berechnenAuftragszeilen× Sekunden pro Zeile÷ produktive Stunden= benötigte Mitarbeiter

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Einarbeitung durch Mitlaufen und mit geführtem Scanner

Produktivität steigern mit weniger Leuten

Auch mit kleinem Team lässt sich mehr schaffen. Das System legt die Reihenfolge der Entnahmen so fest, dass die Mitarbeiter weniger laufen und mehr kommissionieren. Mit der Wellenkommissionierung von BizBloqs werden Aufträge in gleichmäßigen Wellen freigegeben: Niemand steht ohne Arbeit da, und niemand wird überrollt. Welche Verfahren es sonst gibt, zeigt unser Überblick über die Kommissioniermethoden. Weil die Arbeit in Echtzeit gesteuert wird, staut sich nichts in der Bereitstellungszone, und die Ware fließt gleichmäßig vom Regal zur Rampe.

Die Mitarbeiter schaffen mehr mit weniger Aufwand, weil unnötige Wege wegfallen und sie beim ersten Mal an die richtige Stelle geschickt werden. Sie kommissionieren genau, machen nichts doppelt und halten über die ganze Schicht ein gleichmäßiges Tempo.

Personalbedarf berechnen statt schätzen

Wie viele Kommissionierer eine bestimmte Menge wirklich braucht, ist eine Rechnung, kein Gefühl. Die Grundlage sind drei Werte:

  1. Auftragszeilen pro Tag: wie viele Positionen kommissioniert werden müssen
  2. Sekunden pro Zeile: wie lange eine Position im Schnitt dauert, mit Laufweg
  3. Produktive Stunden: wie viele Stunden pro Mitarbeiter und Schicht tatsächlich kommissioniert wird

Zeilen mal Sekunden pro Zeile, geteilt durch die produktiven Sekunden pro Mitarbeiter, ergibt die Zahl der Mitarbeiter, die Sie brauchen. Diese Personalbedarfsplanung zeigt auch, was eine kürzere Zeit pro Zeile wert ist: Jede Sekunde weniger senkt den Bedarf, ohne dass jemand schneller rennen muss.

Weniger Mitarbeiterfluktuation durch Werkzeuge, die helfen

Mitarbeiter kündigen oft, wenn die Arbeit chaotisch wirkt und die richtigen Werkzeuge fehlen. Unklare Aufgaben, ständige Nacharbeit und wechselnde Prioritäten erzeugen Stress, und Stress treibt die Fluktuation. Ein Lagerverwaltungssystem nimmt genau diesen Ärger weg: Es zeigt klar und der Reihe nach, was als Nächstes zu tun ist. Wenn sich Fehler nicht ständig wiederholen und keine Arbeit umsonst ist, fühlen sich die Mitarbeiter sicherer.

Auch Anerkennung hält Leute im Betrieb. Das System macht Leistung sichtbar. Verantwortliche können gute Arbeit loben und gezielt dort unterstützen, wo es hakt. Die Mitarbeiter sehen ihren Fortschritt, bekommen sachliche Rückmeldung und gewinnen Vertrauen in ihr Können. Mehr zur Mitarbeiterbindung im Lager lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Wer sich fähig und unterstützt fühlt, bleibt länger. Damit sinken die versteckten Kosten der Mitarbeiterfluktuation: weniger Ausgaben für Suche und Einarbeitung, dafür ein eingespieltes Team und gleichbleibende Abläufe auf der Fläche.

Eine Personalstrategie, die Personalmangel aushält

Der Arbeitskräftemangel wird wohl bleiben. Lager können trotzdem gut damit leben. Statt nur neue Leute zu suchen, können Verantwortliche die Abläufe mit dem System neu ordnen. Klügere Abläufe sparen Wege, nehmen den Mitarbeitern wiederkehrende Entscheidungen ab und verteilen die Arbeit so, dass jeder seinen Beitrag leisten kann. Weil der Stand in Echtzeit sichtbar ist, erkennen Sie Engpässe sofort, verteilen Aufgaben neu und verhindern, dass aus einer kleinen Störung ein großer Stau wird.

So schaffen weniger Menschen mehr, ohne auszubrennen. Das Team arbeitet sicher, weil das System bei jeder Aufgabe Struktur und Halt gibt. Neue Mitarbeiter kommen schneller und verlässlicher an, weil das System sie ab der ersten Schicht Schritt für Schritt führt. Gerade für die Lagerverwaltung Mittelstand ist das der Weg, den Personalmangel auszuhalten und das Lager auf Dauer robuster zu machen.

So hilft BizBloqs

BizBloqs gibt es in drei Stufen, je nach Größe und Aufgabe:

  • KMU: einfache, scannergeführte Abläufe, mit denen neue Mitarbeiter nach wenigen Tagen mitarbeiten
  • KMU+: dazu frei einstellbare Abläufe für wachsende Lager und Teams
  • Enterprise: für komplexe Lager, mit Auswertungen und der Anbindung von Fördertechnik, autonomen mobilen Robotern (AMR) und AutoStore

Bevor Sie neue Stellen ausschreiben, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Zahlen: Wie hoch ist Ihre Kommissionierleistung pro Stunde heute, und was würde ein System kosten? Was die Einführung kostet, lesen Sie auf der Seite zu den Lagerverwaltungssystem Kosten. Welche Anforderungen Sie festhalten sollten, zeigt die Vorlage für ein Lastenheft Lagerverwaltungssystem. Mit dem ROI-Rechner stellen Sie beides gegenüber.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager

  • Wie viele Tage braucht ein neuer Mitarbeiter bei Ihnen heute, bis er ohne Begleitung kommissioniert?
  • Wie viele Sekunden dauert eine Auftragszeile im Schnitt, und wissen Sie das aus Messung oder aus dem Bauch?

Sie möchten sehen, wie ein geführter Scanner neue Mitarbeiter vom ersten Tag an produktiv macht? Demo buchen

Häufig gestellte Fragen

Was hilft gegen Personalmangel im Lager?

Nicht nur mehr Leute einstellen, sondern die Arbeit so gestalten, dass weniger Leute mehr schaffen: geführte Arbeitsschritte auf dem MDE-Gerät, ein einheitlicher Ablauf für alle Schichten, kürzere Laufwege und gleichmäßig verteilte Aufträge. Neue Mitarbeiter arbeiten dann in Tagen statt Wochen selbstständig.

Was bedeutet Fluktuation?

Fluktuation heißt, dass Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen und ersetzt werden müssen. Im Lager kostet jede Kündigung Zeit für Suche und Einarbeitung. Wer klare Abläufe und gute Werkzeuge hat, bleibt meist länger.

Wie lange dauert eine Einarbeitung im Lager?

Ohne System lernen neue Mitarbeiter oft wochenlang durch Mitlaufen. Führt das Lagerverwaltungssystem jeden Schritt auf dem Scanner, sind sie nach wenigen Tagen produktiv, Aushilfen oft schon nach Stunden.

Wie kann ich den Personalbedarf im Lager berechnen?

Nehmen Sie die Zahl der Auftragszeilen pro Tag, multiplizieren Sie sie mit den Sekunden, die eine Zeile im Schnitt braucht, und teilen Sie das Ergebnis durch die produktiven Stunden pro Mitarbeiter und Schicht. So wird aus einem Gefühl eine Rechnung.

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